Dow
Jones Bierbörsenspiel
"Eine gewisse Börsenatmosphäre ist hier jederzeit spürbar, jedenfalls beim Trinken. Denn wieviel man jeweils dafür anlegen muß, dafür ist die Nachfrage verantwortlich. Ständig ändern sich die Preise für die einzelnen Getränke, notiert auf Bildschirmen. Das betrifft alles Flüssige, ob alkoholisch oder nicht.
Es beginnt mit einer Mindestnotierung, während nach oben praktisch kein Preislimit besteht. Geordert werden muß schnell, denn alle zwei Minuten werden die Preise notiert. Bezahlt wird sofort. Und plötzlich, angezeigt durch blinkende Blitze an der Decke, stürzen alle Preise in den Keller: Ein Börsencrash. Sofort entsteht der typische Börsentumult, alle wollen jetzt ordern. An der Theke mitten im Raum herrscht riesiges Gedränge. (...) Quazar entwickelte die hochsensible Elektronik, mit der Idee, Getränke wie Aktien zu verkaufen, fing alles an. Damit begann auch die Suche der Inhaber nach Softwareentwicklern, die diesen Traum realisieren konnten. Nach vielen vergeblichen Anfragen bei renommierten Softwarehäusern, standen sie schließlich im Büro der Quazar Software GmbH, denn das 1988 gegründete Unternehmen gilt in der Szene als Geheimtip: Wenn für andere Programmhersteller der Auftrag undurchführbar erscheint, fängt die Arbeit bei Quazar erst an. Das Quazar-Team machte sich ans Werk und knackte das für sie schwierigste Problem, die sofortige Veränderung der Getränkepreise bei der Eingabe von Bestellungen sowie die Integration hochsensibler Elektronik in den feuchten Tresenbereich."
(WOHIN in Hamburg)
Mittlerweile hat Quazar dieses Problem bereits sechsmal geknackt, nämlich in Hamburg, Berlin und Zürich. Und die hochsensible Technik mit Großbildschirmen, Touchscreens und portablen Eingabegeräten für Kellner liefert die DEKOM GmbH.
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Die Spielregeln des Börsenspiels
Wie an jeder normalen Börse, reguliert auch hier die Nachfrage den Preis. Alle Preise werden auf Monitoren und Videoleinwänden für die Gäste sichtbar angezeigt. Bei den Spekulationsobjekten geht es ausschließlich um Getränke, die in Konkurrenzgruppen aufgeteilt sind. Wird ein bestimmtes Getränk aus einer solchen Gruppe besonders häufig geordert, so fallen die Kurse der anderen Getränke aus dieser Konkurrenzgruppe. Die Preisnotierungen werden alle zwei Minuten berechnet und auf den Monitoren oder Videoleinwänden dargestellt. Dieses Zwei-Minuten-Intervall ist eine Spielrunde. Nach oben gibt es kein Preislimit, nach unten dagegen eine Mindestnotierung, die sogenannten Minimalpreise. Ausnahme: Beim Börsencrash fallen alle Preise in den Keller, für kurze Zeit kann dann zum Crashpreis bestellt werden. Nach einem Börsencrash beginnt das Spiel erneut und die Preise sind zunächst auf dem Startpreisniveau. Einzelne Artikel können Festpreise haben (z.B. Speisen).
Artikelgruppen sind Gruppen aus einem oder mehreren Artikeln, deren Preise identisch bleiben und die nicht separat auf der Videoleinwand oder den Monitoren angezeigt werden (z.B. könnten O-Saft, Pfirsichsaft usw. unter dem einzigen Begriff "Säfte" angezeigt werden und gleich teuer sein). In einigen Konkurrenzgruppen (z.B. Biere) konkurrieren alle der Gruppe angehörigen Artikel gegeneinander, in diesem Fall gehört jeder einzelne Artikel einer eigenen Artikelgruppe an. In anderen Konkurrenzgruppen (z.B. Weine) sind dagegen mehrere Artikel zu einer Artikelgruppe zusammengefaßt, so könnten z.B. die günstigen Rotweine als eine Artikelgruppe gegen die Artikelgruppe der günstigen Weißweine spielen, die teureren Weine würden für sich in je einer Artikelgruppe spielen und alle Weine gegeneinander in einer Konkurrenzgruppe.
Auf den im Lokal sichtbaren Anzeigen sind die Konkurrenzgruppen als gelbe Überschriften kenntlich, die Artikel stehen darunter in roter Schrift, daneben stehen jeweils die Preise in grünen Zahlen.
Am unteren rechten Rand der im Lokal sichtbaren Anzeigen läuft ein Timer, z.B.
Der Rundenzähler zeigt die aktuelle Spielrunde an. Die Anzeige für den Rundencountdown zählt die verbleibenden Sekunden bis zum Ende der Spielrunde. Sie wird 20 Sekunden vor Ablauf der Spielrunde gelb und zehn Sekunden vor Ablauf der Spielrunde rot. Der Seitenzähler zeigt bei Preisanzeigen, die länger als eine Seite sind, die aktuelle Seite an.
Zum Lieferumfang der Börsenspielsoftware gehören zwei Programme, zum einen das eigentliche Börsenspiel, zum anderen die Verwaltungssoftware, mit der die Einteilung der Konkurrenz- und Artikelgruppen sowie die Pflege der Artikel-, Personal- und Umsatzdaten vorgenommen werden.
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Touchscreen für Tresen

So sieht's auf den Großbildschirmen aus (am Beginn des Abends, wenn die Preise noch nicht "hochgetrunken" wurden)

Boom - beim Börsencrash wanken nicht nur die Preise
